Erdöl ist der wichtigste fossile Energieträger der Welt, der einen großen Einfluss auf die Weltwirtschaft hat. Vorbei sind die Zeiten, in denen der Kampf und das “Schwarze Gold” ein Sinnbild für den Aufstieg und den moralischen Verfall einer Familie oder einzelner Personen war, wie es in den Filmen “Giganten” oder “There will be Blood” eindrücklich dargestellt wurde. Die wahren Dramen spielen sich heutzutage in der Politik ab. Und in diesem Zuge wird die Frage gestellt, ob es blad wieder so weit ist.
Doch zunächst eine positive Nachricht. Wie das Handelsblatt berichtet, sind die Ölpreise am Donnerstag nur leicht gestiegen. Das steht im Gegensatz zu der Entwicklung des Ölpreises in der vergangenen Woche, als durch die Meldung über einen starken Rückgang der Öllagerbestände in den USA die Preise kräftig gestiegen sind.
Doch zwei Entwicklungen können den Ölpreis mittelfristig und langfristig stark beeinflussen. Das betrifft die Veröffentlichung zu den US-Ölreserven und die Entwicklung in dem Streit zwischen den USA, der EU und dem Iran, um die wichtigste Ölroute der Welt, wie Spiegel Online berichtet. Dabei handelt es sich um die Straße von Hormus. Im Jahr 2009 passierten laut dem US-Energieministerium durchschnittlich 15,5 Millionen Barrel Öl die Meeresenge täglich. Das wären 17 Prozent des weltweit gehandelten Öls
Grund für die gespante Lage sind weitere Sanktionen gegen das Regime im Iran. Es wird damit gedroht, Sanktionen gegen die Ölexporte des Landes zu verhängen. Wenn es zu diesem Schritt käme, zeigt sich der Iran entschlossen, die Meeresenge zu blockieren. Obwohl der Iran selbst auf Treibstoffimporte angewiesen ist, wird eine Blockade im Zweifelsfall für möglich gehalten, auch wenn der Oberbefehlshaber der iranischen Marine die Drohung der Regierung im Moment relativiert.
Wenn es zu dieser Blockade käme, wären die Auswirkungen auf den Ölpreis enorm. Es wird damit gerechnet, dass der Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel steigen könnte. Sogar ein Preis von 200 Dollar gilt als realistisch.
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