Die Phrase vom Weltuntergang ist Anfang 2012 eine gern genutzte Beschreibung. Doch sie wird in den Medien bisher dafür genutzt, um das Gegenteil zu betonen. Mögliche Prognose: die Welt bleibt bestehen und dreht sich weiterhin mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,78 Kilometern pro Sekunde um die Sonne. Und voraussichtlich wird die “Welt” für die deutsche Wirtschaft ebenso erhalten bleiben.
Denn viele Unternehmen glauben nach Informationen der FAZ weiter an ein wirtschaftliches Wachstum, dieses werde zwar abgeschwächt, aber mit einer globalen Rezession rechnet kaum jemand. Laut einem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung rechnen zwei von drei Familienunternehmend sogar damit, dass ihre Geschäfte künftig wachsen werden. Und der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts sei im Dezember 2011 zum zweiten Mal gestiegen.
Eine Ursache für diesen Optimismus liege bei exportstarken Unternehmen darin begründet, dass das Ausland über viele wachsende Märkte verfügt. Das betreffe natürlich die Märkte in China und Indien, aber auch Südamerika, Russland und den Nahen Osten. Hinzu komme eine gute Perspektive auf dem einheimischen Markt. Denn die Kauflust der Deutschen sei weiterhin “stark ausgeprägt” – wegen oder trotz einer möglichen Inflation.
Einen Dämpfer gibt es für diese positiven Prognosen dennoch. Dieser kommt – wenig überraschend – einvernehmlich aus der Politik und hängt mit der Frage zusammen, ob die Euro-Staaten die Schuldenkrise in den ersten Monaten des neuen Jahres in den Griff bekommen. Folglich werden alle Zukunftsszenarien unter Vorbehalt erstellt. Doch auch hier verbreitet immerhin die Statistik weiteren Optimismus. Denn Regierung und Wissenschaft gehen gemäß FAS im Zweifelsfalls davon aus, dass es nach einem Dämpfer im Winter, im Sommer wieder aufwärts geht.
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